Wie so oft gab es ein Thema, das ich nicht kommentieren wollte, weil es schon irgendwie jeder getan hat, aber heute habe ich etwas gelesen, da ist mir die Hutschnur geplatzt:
Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, forderte ein Ende der Debatte.
“Aus Respekt vor dem Amt sollte die Diskussion unverzüglich eingestellt werden”, sagte Hasselfeldt der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Wulff habe in den vergangenen Tagen einen beachtlichen Beitrag zur Aufklärung der gegen ihn vorgebrachten Vorwürfe geleistet. “.
Verstehe ich das richtig?
Aus Achtung vor dem Amt das er vertritt, sollte die Debatten eingestellt werden? Ist doch eher fraglich ob er mit so einer Verstrickung und Einstellung überhaupt noch der richtige für das Amt ist. Welchen Beitrag zur Aufklärung hat er den geleistet? Jetzt sind noch mehr Fragen aufgeworfen worden und nichts ist eigentlich richtig aufgeklärt worden. Für mich stellt sich die Situation identisch dar wie bei Herrn zu Guttenberg. Erst mal mal viel erzählen von wegen Lüge und Intrigen und zum Schluss reumütig vor der Kamera stellen und alles eingestehen. Ich will nicht der Arsch sein, aber wenn die Politiker eins auf den Sack bekommen und Ihre Schandtaten aufgedeckt werden – freue ich mich tierisch. Denn so sieht man, das auch unsere Politiker nur Menschen sind und auch nur zu Ihren Vorteil wirtschaften.
Am Dienstag war Wulff weiter in Erklärungsnot geraten, als bekannt wurde, dass der Unternehmer Carsten Maschmeyer die Rechnung für die Werbung für ein Interview-Buch in Höhe von 42.731,71 Euro aus seinem Privatvermögen beglichen hatte. Laut “Bild” wurden Anzeigen, mit denen im Herbst 2007 während des Landtagswahlkampfs für das Wulff-Buch “Besser die Wahrheit” geworben wurde, von Maschmeyer bezahlt. Im Ältestenrat des niedersächsischen Landtags scheiterte am Dienstag indes ein Antrag der Opposition auf eine erneute Prüfung von Wulffs Kreditgeschäften.
(Quelle: Yahoo Wulffs Anwalt räumt Beteiligung Geerkens an Kredit ein)
Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) sagte der “Berliner Zeitung”, er habe “volles Vertrauen zu diesem Bundespräsidenten”.
Zudem handle es sich bei den Vorwürfen “eher um Stilfragen”.
Stilfragen? Ich lach mich kaputt.
Wenn es nur Stilfragen wären, warum hat man so großes Interesse an der Aufklärung des Sachverhaltes und warum rufen schon die ersten Kritiker nach einem Rücktritt des Bundespräsidenten? Es spricht ja nichts dagegen das Herr Wulff sich ein Haus kauft – auch wenn es so hässlich ist, und sein Buch fördert, aber dabei sollte er doch genauso wie jeder Bürger in Deutschland die Gesetze achten.
Umfrage:
Sollte Bundespräsident Wulff von seinem Amt zurück treten? Total Voters: 26
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Wenn er zurücktreten sollte, sollte er der letzte Präsident sein. Finde ihn total unötig als Amt.
Danke für Deinen Kommentar Daniel. Stimme Dir voll und ganz zu. Das Amt des Bundespräsidenten ist in meinen Augen auch völlig überflüssig, da das Kosten / Nutzen Verhältnis nicht im Zusammenhang steht. Der Bundespräsident kostet nur unnötig Geld!